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Seelengarten
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Ich bin mir nicht so sicher, ob ich das alles noch so möchte ... irgendwie will ich ja weitermachen, aber nicht so.
Es ist eine Wiederholung der Dinge, die ich doch schon so oft erfahren habe ...; doch erst jetzt weiß ich, dass ich diese Spassgesellschaft mit ihrer "fabelhaften" Ironie nicht ausstehen kann.
Ich will wieder zurück ... ich glaub ich habe hier keine Zukunft ... - hatte ich dort zwar auch nicht; aber dort wusste ich es .... hier hatte ich Hoffnung...
~ Baja ~ |
Posted: 09:13, 14.01.2008 |
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... So hatte ich mir das nicht vorgestellt ...
Ich hatte gehofft, - damals vor 2,5 Jahren, dass ich hier nun endlich so sein kann, wie ich sein wollte, - doch ich musste erkennen, dass ich hier zwar anderen Rahmenbedingungen entsprichen muss, - letztendlich dies hier ungefähr das Gleiche ist, nur in grün.
Das was in meiner Ursprungsfamilie nicht geredet wurde, wird hier auch nicht geredet, das was ich bis über die Volljährigkeit hinaus an"erzogen" bekommen habe, gilt hier nicht mehr.
Einsam bin ich hier auch ... wenn auch anders als vorher.
Was neu ist, ist dass ich zum ersten Mal (so habe ich jedenfalls das Gefühl) den Eindruck habe, kognitiv immer dümmer zu werden und immer abgestumpfter.
Nein, es ist nicht dieses Gefühl, welches ich in einer heftigen Depression hatte ... es ist irgendwie anders.
Aber wie soll man sich auch fühlen, wenn man so sehr um alles kämpfen muss; ... und sei es nur eine Antwort...
Ja, es sind die gewöhnlichen Probleme, die herrschen, wenn verschiedene Charaktere sich "unterhalten" ... und ja, ich weiß, dass ich nicht die Einzige bin, die diese Probleme hat und dass es weit aus Schlimmeres gibt ...
Aber dadrum geht es nicht.
Ich möchte auch gerne mal zählen, gesehen und gehört werden, ich bin doch nur ein Mensch und keine Maschine. Es geht doch auch mal dadrum, was ich empfinde, was mich verletzt oder was ich mir wünsche... oder zähle ich wirklich überhaupt nicht(s)?
Ich sage etwas, was meinem Gegenüber nicht gefällt,
- ich frage etwas
- bekomme keine Antwort
- ich frage nochmals
- bekomme wieder keine Antwort
- ich frage ein drittes Mal
- und bekomme zur Antwort: "Was ?" ...
... und dies alles, während ich mein Gegenüber ansehe.
Ich frage etwas, bekomme so gut wie immer eine Gegenfrage gestellt, oder eine Antwort voller Ironie.
Ich möchte mit meinem Gegenüber einen Kaffeetrinken gehen, als wir merken, dass die Cafés die infrage kommen keinen freien Platz haben versuche ich die Situation zu retten, schlage etwas vor, bekomme keine Antwort, denke mir:"Gut, dann entscheide ich", betrete ein neues Café mit meiner Begleitung.
Es ist voll, aber ein Tisch ist noch frei.
Da ich immer noch nicht weiß, ob mein Gegenüber mit mir dort etwas trinken möchte, versuche ich vernünftig und die treibende Kraft zu sein, gehe nach ganz hinten zum Tisch und wir setzen uns hin.
Ich frage, was mein Gegenüber trinken möchte, doch der weiß es nicht.
Ich sage:"Gut, dann bestelle selber" ...,
während zwei Sekunden später die Bedienung kommt und ich zwei Cola bestelle.
Ich versuche ein nettes Gesicht zu machen und hasse mich dafür, dass ich nicht zu meinem Wort gestanden habe.
Die Cola kommt.
Wir trinken sie, mein Gegenüber trommelt mit den Fingerspitzen auf den Tisch, ich merke, wie ich immer nervöser werde und sich immer mehr Druck in mir anstaut - versuche zugleich ruhig zu bleiben und zu sagen: "Könntest Du das bitte lassen, das nervt."
(Bestimmt nicht die feine englische Art... aber ich bin ja auch nur ein Mensch)
Mein Gegenüber trommelt nur noch mit zwei Finger, behält sein finsteres Gesicht auf... und ich wünsche mich nur noch weit weg.
Der Weg nach Hause war nicht wirklich schön.
Mein Gegenüber war mehr oder weniger weit vor mir, zwischen, neben und hinter uns nur Menschenmassen, nasses Wetter und grauer Himmel.
Ich versuche hinter ihm herzuhechten, fühle mich gestresst.
Die Tasche rutscht ständig von meiner Schulter, ich spüre Druck, Menschen rempeln mich an, Kinderwagen streifen mich, laute Stimmen - alles ergibt eine Anzahl von Eindrücken, in der ich versuche nicht den Anschluss an meine Begleitung zu verlieren.
Zu Hause angekommen - nachdem wir mehr hintereinander als nebeneinander auf dem Nachhauseweg gingen, - erstmal nur Schweigen ... Ich frage, ob ich gleich kochen soll, oder noch warten soll, als Antwort bekomme ich: "Mir egal".
(Jetzt - so denke ich mir, sollte ich nicht mehr nachhaken, sondern selbst entscheiden, aber genau das möchte ich nicht mehr... - nämlich ständig die treibende Kraft zu sein...)
Ich frage, ob er schon Hunger hat. Bekomme als Antwort: "Keine Ahnung" .
(Na gut, denke ich mir, dann halt nicht...und)sage:"Dann warte ich halt noch mit kochen."
Das Essen - ich hätte es mir ja denken können, war zwar gut, aber ich machte eine neue Beilage, die man nicht mochte.
- WUMPPS - Da waren sie wieder doppelt und dreifach: Die Schuldgefühle und diese Haßgefühle mir selbst gegenüber, und mal wieder die Feststellung:
"Ich kann nichts, - und nicht richtig machen - und längere soziale Kontakte kann man mit mir auch nicht haben" ...
Ich habe das Gefühl, dass ich es einfach nicht mehr checke ... dass ich einfach hier nicht mehr mitkomme in dieser Welt.
Ich versuche auf Andere einzugehen, Anderen zu helfen, bin schon ganz gut im Small-talk und halte meine ganzen Termine ein.
Doch mich selbst habe ich irgendwie unterwegs verloren ... oder wie soll ich es anders mir erklären, dass mich keiner wahrnimmt, und wenn dann nur, um mich als "Fußabstreifer" zu benutzen ?
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Das wenige emotionale oder überhaupt das Zwischenmenschliche, wie ein normales Gespräch, über die Woche oder sich darüber zu unterhalten, was man im nächsten Urlaub machen könnte oder ob in China wieder ein Baum umgefallen ist .... einfachste Antworten auf normale Fragen, also ein Ja oder Nein o.ä., ....
so etwas gibt es hier nicht ... - das ist das, was mich total überfordert...
*Baja* |
Posted: 04:00, 9.12.2007 |
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Langsam beginne ich zu verstehen, was ein Punkt sein könnte, von dem, was mir fehlt;
es ist die emotionale und verbale Ansprache ... - Sprache - > von "sprechen, reden, unterhalten, ein Gespräch führen.
Ich brauche Kommunikation im Sinne von kommunizieren und nicht schweigen und schweigend erraten, was sein könnte.
(Kommunikation bedeutet laut Duden: Kom|mu|ni|ka|ti|on, die; - [lat. communicatio = Mitteilung, Unterredung]: Verständigung untereinander; zwischenmenschlicher Verkehr bes. mithilfe von Sprache, Zeichen
Ich brauche Interaktion, (laut Duden: In|ter|ak|ti|on, die (Psych., Soziol.): aufeinander bezogenes Handeln zweier od. mehrerer Personen; Wechselbeziehung zwischen Handlungspartnern).
Ich brauche manchmal Rat, manchmal nur ein offenes Ohr, manchmal konstruktive Kritik (also Kritik die mich weiterbringt), ich brauche Offenheit und Wahrheit (um mich orientieren zu können) und auch Feedback (welches mir noch zusätzlich hilft mich zu reflektieren).
Ich versuche einfühlsam zu sein, ich versuche Dinge zu erraten, die man mir nicht mitteilt, .... versuche zu verdrängen, zu verstehen und zu verzeihen, ...
Ich versuche (vielleicht auch zuviel) zu reflektieren was nur geht,... versuche aus falschen Wörtern, Sätzen, Mitteilungen meinerseits, zu lernen und das nächste Mal anders zu handeln.
Ich versuche mich abzugrenzen, versuche das Wort Schuld aus meinem Wortschatz zu streichen (-wenigstens soweit, dass es nicht in Verbindungen mit
anderenMenschen steht),..
Ich versuche neue Dinge zu versuchen, neue Sichtweisen mir anzueignen, mehr Verständnis zu bekommen, für das, warum jemand so ist wie er/sie (zu mir) ist.
Ich versuche mir klar zu machen, dass andere nichts für ihr Handeln können, weil es ja natürliche Erklärungen gibt.(z.B. Stress in der Arbeit, Ärger mit Familie, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, das "Alles-ist-mir-grad-zuviel-Gefühl", oder den "Du-nervst-Zustand")
Ja, ich habe es mittlerweile erkannt:
Nicht weil ich mich versuche zu ändern, wird sich irgendwer und irgendetwas in meiner Umgebung ändern...
Doch welchen Weg gibt es noch ? ...
Aufhören ! Alles hinwerfen ! Alles aufgeben !
... ganz tief drinnen ist dies auch in mir... - jedoch auch das Wissen, dies nicht umsetzen zu können,...jedenfalls in den nächsten Tagen, Wochen nicht...
Noch zweimal schlafen, dann steht mein Besuch am Bahnhof, ... dann muss ich einfach noch mehr meine Gefühle ausgeschaltet haben, noch erwachsener, reifer und vernünftiger wirken, ... noch mehr meinen Geist ausschalten, damit ich nicht ganz durchdrehe...
Ich bräuchte ein wenig Kraft, ... ein wenig seelischen Beistand oder wie immer ich das sagen soll...
Stattdessen ist da viel Angst, irgendetwas anzusprechen, - damit ich nicht zu hören bekomme, ich solle nicht ständig das Gleiche sagen, bzw. über das Gleiche zu reden...
Es macht mich immer mürber, zu merken, wie unwichtig es hier zu sein scheint, miteinander zu sprechen, einfach eine Kommunikation zu führen, wo einer etwas sagt, der andere darauf antwortet und sich somit ein Gespräch entwickelt. ...
Mann... mit wemsoll ich denn reden ? ...
Unter der Woche habe ich niemanden ... und am WE muss ich aufpassen, dass ich nicht ein Thema anspreche, welches ich vielleicht schon vor ein paar Wochen erwähnt habe.
Nur wenn alle zusammen etwas trinken gehen, wird ein wenig mehr geredet, jedoch zum allergrößten Teil mit viel Ironie gezuckert ..., die ich in all dieser Größe nicht auswiegen kann.
Ich weiß doch, dass ich stark sein muss, ich weiß doch, dass es alle um mich herum unglaublich schwer haben und ich einfach irgendwie die treibende Kraft sein muss.
Es ist wichtig, dass man seine Bedürfnisse und Grenzen anmeldet ... das habe ich lange Zeit nicht verstanden und umsetzen können...
Doch nun habe ich erkannt, dass es großer Kraft bedarf, seine Bedürfnisse anzumelden und dass es nicht umbedingt damit besser wird ... auch nicht für mich selbst ...
Es ist deswegen so schwierig, weil ich wohl auch für andere nur so existiere, als wäre ich eigentlich gar nicht da ...
(Mir ist klar, dass dies ein Widerspruch ist - aber genau so ist es eben...)
.....
Ich will das alles nicht mehr ... wie lange soll das noch weitergehen .... ?
(Natürlich könnt ich einfach auch von hier abhauen ... aber wohin ?... jetzt bin ich schon so weit weg ... und muss erkennen, dass hier manches noch schwieriger ist...)
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Posted: 05:42, 18.11.2007 |
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Viele Jahre sind nun vergangen, in denen viel geschah.
Wenn ich nun zurückblicke, frage ich mich manchmal, wie ich das alles geschafft habe zu überleben.
Eine Antwort darauf erwarte ich nicht wirklich - da ich keine
Erwartungen an etwas oder jemanden habe; und ich glaube auch nicht
wirklich daran, dass es eine Antwort gibt.
Ich befinde ich momentan in einer Art Zwickmühle; ich bin mir
dennoch bewusst, dass Zwickmühle nicht das richtige Wort ist, aber ich
weiß nicht, wie ich es sonst anders nennen könnte.
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Ich habe nun die Gelegenheit dazu gehabt - wohl eher zum Negativen mir gegenüber - , vieles zu erfahren, über Früher, damals.
Ich erfuhr Dinge, die ich so nicht wusste, die ich teilweise
vielleicht anders interpretiert hätte, oder einfach mit meinen
(teilweise naiven Kinder-)Augen anders gesehen hatte ...
Ich führe seit einer Woche sehr intensive Gespräche ... unter vier
Augen ... irgendwie, wie wenn es Zeitzeugenberichte wären bekomme ich
vieles mitgeteilt. Ein paar Puzzleteile fügen sich zusammen, dennoch; - es zu
verstehen - mehr mit dem Herzen - fällt mir sehr schwer; - da so vieles
mit Ungerechtigkeit behaftet ist.
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Auch schon in den letzten Monaten und Wochen führte ich per Telefon viele Gespräche ...
Und ich merke; dass mich diese Gespräche sehr triggern und verwirren.
Und ich merke noch etwas: Ich kann die "Schuld" - dass ich das
alles nun erfahren habe - nicht nur auf eine andere Person abwälzen; -
denn ich tue mein Meiniges dazu, dass ich diese Dinge mitgeteilt
bekomme.
In einem Gespräch mit einer anderen Person kam ich in ein paar
Sekunden in eine so Art Nachdenken, warum ich das mache ... doch ich
merkte, dass ich mit meiner Überdrehtheit überhaupt nicht mehr
mitbekomme, was ich überhaupt mache, sage, frage oder tue.
Immer mehr Input an Eindrücken und Erinnerungen, Gedanken- und
Vergangenheitsfetzen sauge ich förmlich in mich ein; stets auf dem
Grade spazierend, zwischen dem Erwachsensein und dem Kindsein.
Dies verwirrt mich noch zusätzlich.
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Warum ist dies nun so ?
Vielleicht liegt es daran, dass ich merke, wie schnell die Zeit vergeht, ... und wie sehr ich mit Schuld behaftet bin...
Dieser Cocktail aus Gefühlen ist mit eine Ursache für meinen
Verwirrtheitszustand und auch den quälendem Gefühl, etwas verpasst,
vermasselt, verursacht, zerstört oder nie bekommen habe.
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Ja, es ist wahr, es gibt keine perfekten Eltern, - wären sie
perfekt, wären sie keine Menschen, denn jeder Mensch macht Fehler, und
aus Fehler wachsen Erfahrungen und aus diesen kann man lernen (wenn
auch nicht aus allen). Dass dies schwer ist, oder sogar unmöglich, ist sogar einem Menschen wie mir, mehr als klar !
Stehe ich ihnen gegenüber, mischt sich alles in meinem Kopf
zusammen, verkrampft sich mein Magen, klopft meine Angst so laut, dass
sie mir die Ruhe der Nacht, der Erholung, des Schlafes und der Stille
raubt.
Oft sind da auch viele Gefühle, die so schmerzen, denn die
Erinnerung schmerzt und auch viele Momente des alltäglichen Lebens,
oder auch in Zeiten, wenn ich sie besuche.
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Sie haben vieles nicht so gemacht, dass es mir gut tat, sie haben
vieles nicht gesehen, mich nicht gesehen, vieles nicht gehört, mich
nicht gehört, mir nicht zugehört, meine essenziellsten Bedürfnisse
gestillt, wie Hunger oder eine volle Windel. Auch ein Bettchen hatte
ich wohl.
Doch der Nacht war ich hilflos ausgeliefert, wie auch vielen Situationen ebenso.
Im Laufe der Zeit habe ich gelernt mich so zu verhalten, so zu sein, wie ich dachte/ denke, wie Andere mich haben möchten.
Dies machte mir das Überleben leichter, wenngleich ich nie erfahren kann, wer ich wirklich bin.
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Ich sehe auf die Uhr, höre wie sie tickt und die Angst krabbelt in
mir hoch. Ich spüre undefinierbare Dinge in meinem Brustkorb und in
meinem Kopf scheint sich noch noch Kartoffelbrei im Kreis zu drehen ...
Sie können nichts ungeschehen machen; so wie ich auch nicht. Ich
kann nur sagen, dass ich zum Er-leichtern meines Umfelds, das Feld
räumen kann, mich irgendwo verbuddeln lasse, veranlasse, dass alles,
was an meine Existenz erinnern könnte, vernichtet wird - und somit hat es mich nie gegeben.
So könnte vielleicht wieder Frieden herrschen .... - vielleicht - wer weiß das schon ...
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Dieser Gefühlsbrei, aus Enttäuschung, manchmal Traurigkeit - die ich aber nicht mehr spüre - etc. und ....
Es ist wie: Verlorenes Leben <------ vs. -------> Schuldgefühle
Es kippt immer wieder hin und her, und hin und her und manchmal
schwappt alles über und ich werde überrollt von einer Flut ... dann
lache ich nur noch und rede ich und lache ich und renne und hetze durch
die Gegend, bekomme meinen Putzwahn, komme auf die blödsten Ideen; -
von einem auf den anderen Moment konnte ich den Schlußstrich ziehen,
dann geschehen wieder seltsame Dinge.
Ich überagiere, ich lache mich halb tot über alles, jeden Tag
herrscht das perfekte Chaos, alles bricht zusammen, fällt um oder
herunter, ich hetze durch die Gegend, versuche alles perfekt zu machen,
lächle, mache, tue und agiere, lächle wieder, versuche aufrecht zu
stehen, mit ihnen im Gleichschritt zu gehen ..... - > und es gelingt.
Ich verdränge wohl alles, schiebe alles in irgendwelche Schubladen ... - jedenfalls wird mir das so gesagt.
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Aber wie soll ich auch anders reagieren ...
Irgendetwas in meinem Bauch sticht, wenn ich daran denke, wenn der
Lauf der Zeit mit einem Wisch meine Eltern, bzw. andere Teile meiner
Ursprungsfamilie wegwischt.
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Ich weiß nicht, wie ich mit dem allem umgehen soll; denn es ist wie gesagt ein Chaos.
Es schwankt hin und her.
Sobald ein Gefühl hochkommt, das nur im geringsten an das Gefühl
von Wut oder ähnlichem herankommt, meinen Eltern gegenüber in mir
hochkommt, kommt ein Schwall an Schuldgefühlen, der mich fast umhaut
....
Einerseits habe ich unheimliche Angst vor Besuchen und der
Konfrontation meinen Eltern bzw. meiner Ursprungsfamilie gegenüber;
andererseits, ... wenn ich mir vorstelle, meine Eltern wären plötzlich
nicht mehr da, denke ich daran: Wen könnte ich dann noch etwas fragen,
zu meinem "Leben" ...... ?
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Vielleicht ist es absoluter Schwachsinn, was in mir so abläuft, aber ich kann es eben nicht selbst steuern.
Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass das normal ist, -
sondern nur daran liegt, dass ich halt ein ziemlich böser Mensch bin,
weil ich eben so negativ ihnen gegebenüber denke.
*Baja*
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Posted: 05:42, 7.12.2006 |
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Es liegt aber nicht
dadran, dass ich nichts machen will; - es liegt dadran, dass ich mich
nichts traue, dass ich viel viel Angst habe, Angst vor seelischen /
körperlichen Angriff, vor Erniedrigung, Unverständnis, auch viel Angst
vor Menschen. Ich
weiß nicht, wann es so schlimm ist, wie es seit Jan.05 ist. Die
Trennung von dem Arsch namens DoD, der sich ganz billig aus der
damaligen Beziehung entfernt hat, in dem er eine sms geschrieben hat,
dass die Beziehung aus ist, der Abbruch d.Schule und dann
der Job, die haben vieles noch zusätzlich kaputt gemacht. Aber
ich glaube, dass auch vieles in der ganzen Lebensgeschichte gelegt
wurde, ... gegen manches kann ich jetzt was machen, gegen vieles kann
ich nichts machen, viell. lerne ich mal, damit zu leben, - ich tue mein
Bestes, auch wenn mein Bestes ganz ganz wenig ist ... Ich
bin schon immer gerne für andere dagewesen ..., nie als Gutmensch,
sondern als Zuhörer, ... wie ein Tagebuch ... klingt seltsam, ich weiß,
aber so sehe ich mich oft an, auch im Forum. Was mir gesagt wird, teile ich niemandem mit, selbst wenn mir jemand sagen würde, ich bringe mich am xxx um xxxUhr um. Ich weiß, dass ich so wieder Menschen verlieren würde, aber ich finde es sehr wichtig, dass man mir vertrauen kann. Klingt
alles sehr abgedreht; - ich weiß selbst, was ich leisten müsste, und
dass ich wirklich verloren habe, denn ich habe noch nichts geleistet in
dieser Gesellschaft und ich schäme mich so dafür. Immer wieder wird mir von der Ursprungsfamilie gesagt, dass es jetzt langsam Zeit wird, dass ich was arbeite, egal was. Sie
schlagen mir sogar vor, mir einen Behindertenausweis ausstellen zu
lassen (vielleicht weil sie dann den Beweis haben, dass ich die Einzige
in dem Familykreis bin, die einen an der Klatsche hat); andererseits
wird mir gesagt, - wenn ich z.B. vor paar Monaten sagte, dass ich gerne
mal wieder in eine Klinik gehen würde, - dass ich doch jetzt aus dem
Alter draußen sei (- wo man praktisch so tut als hätte man irgendwelche
psychischen Probleme), und ich soll mir ne Arbeit suchen, denn von
Arbeit wäre es mir noch nie schlecht gegangen - bzw. hätten andere
Menschen auch Probleme mit ihrer Arbeit - aber das sei doch ganz normal
- ich soll mich nicht so anstellen und an meine Rente denken ! Meine
Thera meint, es sei ganz wichtig, dass ich rausfinde, was MIR gut tut
... ; - ich habe dies schon einige Zeit mal versucht, doch
weitergekommen bin ich damit nicht. Oft
denke ich drüber nach, was S. mal zu mir meinte; - dass ich vielleicht
deswegen keine Freunde (mehr) habe, weil ich die immer nur zugejammert
habe ... und langsam glaube ich auch, dass es so war .... aber ich war
in Not, ich hatte nichts und niemanden, war froh, wenn ich außerhalb
der Familie mal über mein Innerstes reden konnte .... - irgendwann war
ich dann so kaputt, dass ich auch kein "Halli-galli" mehr mitmachen
konnte .... ; das war wohl der Punkt, was der damalige "Freundeskreis"
nicht ausgehalten hat. Jetzt
versuche ich, nicht mehr viel über mich zu reden .... und ich muss
sagen, dass das für Menschen, die mich kennen, ganz gut ist -
vielleicht auch mal eine Erholungspause ... Z.Zt.
kann ich öfter mit v. telefonieren, ... der Arme, der muss sich wohl
viel Müll von mir anhören ...., ich hoffe, dass es ihm nicht zuviel
wird ..., - so zu viel, dass auch ich ihn zu Tode gelabert habe ... Deswegen denke ich mir, dass es wohl auch eine große Erleichterung für alle wäre, - wäre ich endlich nicht mehr da ... *Baja*
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Posted: 11:29, 20.10.2006 |
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